Pendeln · Praxis und Mechanik
Pendeln
Frage, Eichung, Antwort — und was die Mechanik erklärt
Ein Pendel in der Radiästhesie-Praktik besteht meist aus einem Kegel oder einer Kugel (2–3 cm Körper), an einer 15–30 cm langen Schnur hängend [Q09]. Die Anwendung folgt einer Konvention: Frage formulieren, Pendel ruhig halten (meist über einer Tafel, über dem Körper oder über einer Karte), Bewegung beobachten — entweder Kreis, Oval, oder Pendelbewegung als „Ja“ oder „Nein“. Für mehr Antwortmöglichkeiten dienen Pendeldiagramme (Ja/Nein, Zahlenkreis, Buchstabenfeld, Segmenttafeln) [Q09].
Kapitel 01
Was ein Pendel in der Praxis tun soll
B · Tradition
Ein Pendel in der Radiästhesie-Praktik besteht meist aus einem Kegel oder einer Kugel (2–3 cm Körper), an einer 15–30 cm langen Schnur hängend [Q09]. Die Anwendung folgt einer Konvention: Frage formulieren, Pendel ruhig halten (meist über einer Tafel, über dem Körper oder über einer Karte), Bewegung beobachten — entweder Kreis, Oval, oder Pendelbewegung als „Ja“ oder „Nein“. Für mehr Antwortmöglichkeiten dienen Pendeldiagramme (Ja/Nein, Zahlenkreis, Buchstabenfeld, Segmenttafeln) [Q09].
Wichtig: Die Antwortkonventionen sind individuell und variabel, nicht standardisiert [Q09]. Was für einen Praktizierenden „Ja“ bedeutet, kann für einen anderen „Nein“ sein — das ist nicht ein Fehler der Praxis, sondern ein Merkmal der Konvention. Die Eichung (Festlegung der Konvention vor der Sitzung) ist daher zentral [Q09].
Die Mechanik ist dabei unspektakulär. Ein handgeführtes Pendel ist ein fremderregtes Kugelpendel: Es schwingt, weil die Hand es führt, und seine Bewegung ist mit klassischer Mechanik beschreibbar, ohne dass ein übernatürlicher Antrieb nötig wäre [Q51]. Wer das einmal akzeptiert hat, kann die Frage genauer stellen: nicht „Bewegt sich das Pendel?“, sondern „Wer oder was bewegt es, und warum gerade so?“.
Kapitel 02
Geschichte: Von Ammianus Marcellinus bis zur Kriegsmarine — 371 n. Chr. bis 19. Jh.
A · Historisch
Der früheste sauber belegte Beleg für das Muster "Pendel + Tafelsystem" stammt aus dem Jahr 371 n. Chr.: Ammianus Marcellinus beschreibt, wie Verschwörer gegen Kaiser Valens Faden und Ring über einer mit 24 Buchstaben gravierten Schale nutzten [Q09]. Das belegt nur das Muster — nicht, ob es funktionierte, und nicht, ob es als divinatorisches Instrument gedacht war. Für die Zeit zwischen 371 und der Neuzeit existiert keine belastbare Überlieferungskette; die Darstellung springt von der Antike zur Neuzeit. Diese Lücke wird offen ausgewiesen.
In der Neuzeit verbreitet sich das Pendel als Instrument der Kleromantie und der Radiästhesie. Die Kriegsmarine nutzte Pendel für Minenortung — das war ein praxisbasierter Einsatz, nicht eine wissenschaftliche Bestätigung [Q09], [Q15]. Die Quellenlage für diesen Übergang ist vor allem enzyklopädisch; kontrollierte Experimente fehlen.
Was die Militärprüfungen tatsächlich ergaben. Die später systematisch untersuchte Variante ist die Kartenmutung: Rutengänger oder Pendler sollten verdeckte Minen anhand einer Karte lokalisieren. In der einen Darstellung umfasste eine solche Serie 20 Attrappen-Minen und sieben Rutengänger [Q40], in einer anderen eine Strecke von 3.400 Fuß mit fünf Minen [Q39]. Die Trefferquoten lagen nicht über dem Zufall [Q39], [Q40]. Das ist der historisch früheste gut dokumentierte Fall, in dem eine militärische Anwendung geprüft und nicht bestätigt wurde — ein Befund, der in der Praxisgeschichte selten erzählt wird.
Kapitel 03
Pendelarten und Materialien
B · Tradition
Beschrieben werden verschiedene Formen: Tropfenpendel (Kegelform), Isis-Pendel (mit Isis-Symbolik), Triangel-Pendel, Resonanzpendel (mit verschiedenen Materialien: Holz, Metall, Kristall, Magnetit) [Q09]. Die Materialien werden in der Praxis mit unterschiedlichen Eigenschaften assoziiert — Holz für "sanfte" Antworten, Metall für "starke". Wissenschaftlich sind diese Assoziationen nicht bestätigt [Q09], [Q13].
Die Formenvielfalt ist keine Typologie mit Grenzen. Das Foto in diesem Kapitel zeigt ein Universalpendel: einen Kugelkörper mit aufgedruckten Buchstaben und einem Messingstab, der über eine Lederauflage austritt. Solche Körper werden in der Szene mit bestimmten „Ebenen“ oder „Zuständen“ verbunden; die Beschriftung stammt aus der Literatur der 1930er-Jahre. Für die Einordnung zählt: Es handelt sich um ein Objekt mit Markierungen, nicht um ein Gerät mit Skala [Q09], [Q56].
Material und Handhabung hängen zusammen, nicht mit dem Ergebnis. Ein Messingkegel ist schwerer als ein Holzkegel und schwingt bei gleicher Fadenlänge langsamer; ein kurzes Pendel schwingt schneller als ein langes [Q51]. Diese Unterschiede sind messbar und erklären einen Teil der Empfindung „dieses Pendel reagiert anders“. Sie erklären nicht, woher eine Antwort kommen soll [Q09], [Q51].
Die Pendeltafel (auch Pendeldiagramm) ist ein zentrales Element: Sie strukturiert die mögliche Antwort in Ja/Nein, Zahlen, Buchstaben oder Segmenten und ermöglicht so komplexere Fragen [Q09]. Das Tafel-Studio in der Werkstatt setzt diese Konvention als Gestaltung um — als Ordnungsschema, nicht als Demonstration der Wirksamkeit.
Kapitel 04
Pendeln lernen: Ablauf, Eichung, Fragetechnik
B · Tradition
Die Praxis beschreibt einen Ablauf: Frage klar formulieren (ja/nein oder offene Antwort), Pendel ruhig halten (meist über einer Tafel oder über dem Körper), Bewegung beobachten, Antwort über die vereinbarte Konvention lesen [Q09]. Die Eichung — Festlegung, welche Bewegung welche Antwort bedeutet — sollte vor der Sitzung schriftlich fixiert werden [Q09]. Das ist eine Praktik der Reproduzierbarkeit, nicht der wissenschaftlichen Validierung.
Die Fragetechnik wird oft als "offene Frage" empfohlen — nicht als "Wird es morgen regnen?", sondern als "Welche Energie dominiert hier?". Die Unschärfe der Frage ermöglicht die Unschärfe der Antwort; das ist ein Merkmal, kein Fehler, der durch bessere Technik behoben werden könnte. Der Forer-Effekt (siehe Orakel-Seite) erklärt, warum allgemeine Antworten als persönlich zutreffend empfunden werden.
Der wichtigste Lernschritt ist unbequem. Wer pendeln lernt, muss zuerst lernen, dass die eigene Hand bewegt, was man sieht. Die Chevreul-Täuschung ist experimentell untersucht: Bewegungsumfang und -richtung hängen von Muskelspannung, Aufmerksamkeit und Pendellänge ab [Q52], [Q54]. Das ist keine Entlarvung der Übenden — es ist die Voraussetzung dafür, überhaupt unterscheiden zu können, was man selbst beiträgt und was nicht.
Übung ohne Selbsttäuschung. Ein einfacher Aufbau: Eine zweite Person legt verdeckt fest, ob links oder rechts ein Gegenstand liegt; die pendelnde Person notiert vor dem Nachsehen ihre Antwort; nach zwanzig Durchgängen wird ausgezählt. Wer diesen Aufbau ernst nimmt, merkt schnell, wie stark die Erwartung die Hand führt — und wie schwer es ist, eine Frage wirklich offen zu halten.
Kapitel 05
Pendeltafeln und Antwortskalen
B · TraditionE · Widerlegt
Pendeltafeln dienen als Strukturierung. Ihre Form ist individuell — es gibt kein Standardformat [Q09]. Einige Tafeln verwenden Zahlenkreise (für numerische Antworten), andere Buchstabenfelder (für Buchstaben), andere Segmenttafeln (für Farbkategorien). Die Antwortskalen sind nicht normiert; die Praxis nutzt sie als Orientierung, nicht als Messskala [Q09], [Q12].
Die Bovis-Skalen (siehe Kapitel 8 der Radiästhesie-Seite) werden manchmal mit Pendeln kombiniert; das Modul behandelt das als separate Ebene mit Klasse E.
Das Tafel-Studio der Werkstatt. Es stellt eine Tafel als Vorlage bereit, deren Segmente mit einem Titel beschriftet werden können; der Titel steht im Bild und in der Druckansicht, ist auf eine feste Zeichenzahl begrenzt und erhält einen Randabstand, damit nichts am Blattrand klebt. Die Tafel lässt sich als SVG herunterladen und über die Druckansicht ausgeben. Was das Werkzeug nicht tut: Es misst nichts. Die Bedeutung der Segmente bleibt eine Vereinbarung der Person, die die Tafel benutzt — das steht auch auf der Seite selbst [Q09].
Beispiel — warum eine schöne Tafel keine Antwort erzeugt. Eine Tafel mit zwölf Segmenten, sorgfältig beschriftet, sieht aus wie ein Messblatt. Der Unterschied liegt nicht im Layout, sondern im Protokoll: Ein Messblatt nennt Einheit, Nullpunkt und Toleranz; eine Pendeltafel nennt eine Vereinbarung. Wer diesen Unterschied kennt, kann eine Tafel als Denkwerkzeug nutzen, ohne sie für ein Instrument zu halten.
Kapitel 06
Biotensor und Einhandrute in der Alternativmedizin
B · TraditionE · Widerlegt
Der Biotensor (ein länglicher Stab, der als "Abtaster" von Meridianen und Akupunkturpunkten verwendet wird) und die Einhandrute gehören zur alternativen Diagnostik [Q13]. In der Szene werden sie zur "Abtastung" von Energiekanälen oder zur "Feststellung von Blockaden" verwendet. Wissenschaftlich sind diese Anwendungen nicht bestätigt; kontrollierte Studien fehlen [Q13], [Q28]. Die Mehrzahl der Studien spricht gegen eine Verwendung des Pendelns in der komplementärmedizinischen Diagnostik [Q09], [Q28].
Der Biotensor ist eine kommerzielle Weiterentwicklung der Einhandrute und wird in der Heilpraxis ausdrücklich als Diagnoseinstrument eingesetzt; die Wirkung wird von Anwendern selbst als wissenschaftlich nicht bewiesen bezeichnet [Q56]. Eine peer-reviewte Validierungsstudie ließ sich nicht finden — das ist das Ergebnis einer dokumentierten Negativsuche, keine bewiesene Nichtexistenz [Q55]. Der einzige dokumentierte Doppelblindtest eines Anwenders endete mit 0 von 13 Treffern [Q55].
Was daraus folgt. Ein Gerät, dessen Wirkung von seinen Anwendern als unbewiesen bezeichnet wird, ist kein Messgerät, sondern ein Werkzeug mit Bedeutung. Das schließt nicht aus, dass Menschen damit arbeiten; es schließt aus, dass Ergebnisse als Befund weitergegeben werden. Der dokumentierte Doppelblindtest ist zudem ein Einzelfall und kein Studienbefund [Q55].
Hinweis: Die Alternativmedizin ist ein eigener Bereich; dieses Modul behandelt Biotensor und Einhandrute nur, soweit sie mit Pendeln verbunden sind, und ohne medizinische Empfehlungen.
Kapitel 07
Kartenpendeln und Fernmutung
B · Tradition
Kartenpendeln (Pendel über einer Karte, um einen Ort oder eine Person zu "finden") und Fernmutung (Pendel über einer entfernten Karte, ohne physische Präsenz) gehören zur Praxis der Radiästhesie [Q17]. Kontrollversuche mit acht verdeckten Orten und Zufallsauswahl zeigen Trefferquoten im Zufallsbereich [Q17], [Q05]. Die Praxis beschreibt diese Methode als nützlich; die evidenzbasierte Einordnung bleibt D (kein Unterschied zum Zufall).
Die Prüfungen sind älter als die heutige Debatte. Die militärischen Kartentests der 1960er- und 1970er-Jahre sind in zwei Übersichten dokumentiert: eine mit 20 Attrappen-Minen und sieben Rutengängern [Q40], eine mit einer 3.400-Fuß-Strecke und fünf Minen [Q39]. Ein Review von 1982 zählte unter den Kartentests nur drei methodisch gut kontrollierte; nur einer erreichte knappe Signifikanz [Q40]. Eine dritte, enzyklopädische Darstellung kommt zum selben Ergebnis [Q65].
Wie man den Befund liest. „Kein Unterschied zum Zufall“ heißt: In diesen Prüfungen war kein Effekt sichtbar. Es heißt nicht, dass jede Form von Fernmutung widerlegt ist — die Zahl gut kontrollierter Studien ist klein, und der Review stammt aus der Parapsychologie, also aus einem Umfeld, das solchen Befunden gegenüber offen ist [Q40]. Genau deshalb wiegt das Ergebnis schwer: Auch eine wohlwollende Durchsicht fand keinen belastbaren Effekt.
Kapitel 08
Der Mechanismus: Carpenter-, Kohnstamm-Effekt, Chevreul-Täuschung
D · Befund
Wie bewegt sich ein Pendel, wenn es nicht "durch Strahlung" bewegt wird? Drei Mechanismen sind in der Forschung beschrieben:
- Carpenter-Effekt: Unbewusste Muskelbewegungen, die durch Erwartung und Aufmerksamkeit gesteuert werden — nicht bewusst, aber messbar [Q03], [Q07].
- Kohnstamm-Effekt: Eine auxotonische Muskelkontraktion, die durch vorherige Muskelspannung und visuelle Fokussierung ausgelöst wird — erklärt, warum ein Pendel in Bewegung kommt, wenn der Blick darauf gerichtet ist [Q03], [Q07].
- Chevreul-Täuschung: Wenn ein Beobachter einen Punkt anstarrt und ein Pendel über ihm bewegt, erscheint die Bewegung des Pendels als gerichtet — wegen der optischen Täuschung, nicht wegen einer Kraft [Q07], [Q13].
Die Chevreul-Täuschung ist quantifiziert. Experimente zeigen, dass Umfang und Richtung der Pendelbewegung von Muskelspannung, Aufmerksamkeit und Pendellänge abhängen [Q52], [Q54]. In einem kontrollierten Paradigma lieferten ideomotorische Antworten keinen Zugang zu Informationen, die der Person verbal nicht zur Verfügung standen; die Treffer lagen auf Zufallsniveau [Q53]. Das ist der stärkste Einzelbefund dieser Seite, weil er die naheliegende Alternativerklärung direkt prüft.
Und die Physik passt dazu. Ein handgeführtes Pendel ist ein nichtlineares, fremderregtes Pendel; seine Bewegung ist mit den Gleichungen der klassischen Mechanik beschreibbar [Q51]. Für die Erklärung ist kein Feld nötig, das niemand gemessen hat [Q49], [Q50].
Zusammen erklären diese Mechanismen, warum ein Pendel in der Praxis in Bewegung kommt — ohne dass eine „Strahlung“ oder eine „Information“ nötig wäre. Das ist kein Beweis, dass niemand etwas kann; es ist eine Erklärung dafür, warum die Beobachtung bei kontrollierten Tests nicht über Zufall hinausgeht. Einschränkend bleibt: Die Laborbefunde betreffen Allgemeinwissen und einfache Reize, nicht jede denkbare radiästhetische Anwendung [Q53].
Kapitel 09
Forschungsstand: Was kontrollierte Tests zeigen
D · Befund
Die kontrollierten Tests zeigen konsistent: Keine Abweichung vom Zufall bei Rutengehen, Pendeln, Kartenpendeln oder Bovis-Messung [Q01], [Q02], [Q05], [Q09], [Q28]. Die Einzelfallberichte und die Erfahrungsberichte der Praxis werden nicht geleugnet — sie werden als Erfahrungsberichte der Praxis in Klasse B eingeordnet, nicht als wissenschaftliche Belege in A oder D.
Der Forschungsstand zu Pendeln in der Diagnostik ist lückenhaft: Keine peer-reviewte kontrollierte Studie zur klinischen Pendeldiagnostik wurde gefunden (siehe Methodik-Seite). Die Referenz erfolgt über Q09 (Enzyklopädie) und Q28 (Übersichtsbeitrag mit Registrierungsschranke), nicht über eine Primärstudie.
Ein sauberer Negativbefund aus der Nähe. Sechs mutende Homöopathen sollten Bryonia C12 von Placebo unterscheiden: 48,1 Prozent Treffer bei 156 Paaren, p = 0,689 [Q44]. Das ist kein Pendeltest im engeren Sinn, aber derselbe Vorgang — eine Person mutet, eine zweite protokolliert, das Ziel ist verdeckt. Der Test ist verblindet, klinisch relevant und negativ. Übertragbarkeit bleibt begrenzt: Es ging um Arzneien, nicht um Wasseradern [Q44].
Ein positiver Einzelbefund, der nichts beweist. Eine Studie mit neun erfahrenen Rutengängern berichtet 20 von 20 nicht zufälligen Reaktionen an vier „aktiven Orten“ mit überlappenden Reaktionsbereichen [Q47]. Der Befund ist als Existenz einer Studie dokumentiert, nicht als Replikation: Die Orte waren nicht verdeckt, der „aktive Ort“ wird über die Reaktion definiert, und ein Replikationsstand fehlt [Q47]. Wer hier von einem Durchbruch liest, liest mehr, als die Quelle hergibt.
Kapitel 10
Selbst testen: verblindet prüfen
D · Befund
Ein verblindetes Experimentierlabor steht im Modul zur Verfügung; der Versuchsaufbau steht fest: Frage vorher schriftlich fixieren, Ziel verdeckt halten, Antwort vor Offenlegung speichern, alle Versuche zählen (keine Nachlese). Die Auswertung erfolgt gegen Zufall (50 % bei Ja/Nein, 12,5 % bei acht Orten). Wichtig: Ein Test, der „nichts zeigt“, ist kein Beweis, dass niemand etwas kann — er zeigt, dass die Behauptung in dieser Prüfung nicht sichtbar wurde.
Was die vier Werkzeuge der Werkstatt tatsächlich tun.
- Pendellabor (`#pendeln/labor`): ein Fadenpendel mit einstellbarer Länge (5–200 cm), Anfangsauslenkung (0–80°) und Dämpfung (0–0,2). Die Bewegung wird mit Runge-Kutta 4. Ordnung und festem Zeitschritt von 1/480 Sekunde integriert; angezeigt werden simulierte Zeit, Auslenkung, gemessene Schwingungsdauer und der Vergleichswert der Kleinwinkelformel. Das Werkzeug zeigt Mechanik — es beantwortet keine Frage.
- Pendeltafel-Studio (`#pendeln/studio`): eine Tafel mit beschriftbaren Segmenten, begrenzter Titelzeichenzahl, Randabstand in der Druckansicht, Export als SVG und als Druckvorlage. Die Tafel ist ein Ordnungsschema; sie misst nichts.
- Experimentierlabor (`#pendeln/experiment`): drei vorregistrierte Testreihen (Ja/Nein mit 20 Versuchen, acht Orte mit 16, Zahlen mit 25), strikt getrennte Ziel- und Antwortphase, Auswertung gegen die Zufallserwartung mit Konfidenzintervall und Rohdatenexport. Die Versuchsanzahl steht vor dem Start fest; Nachlese ist ausgeschlossen.
- Pendeltagebuch (`#pendeln/journal`): hält einen eigenen Versuch mit Frage, Methode, Vorhersage, subjektiver Sicherheit (1–5), Ergebnis und späterer Bewertung fest — lokal im Browser, ohne Konto und ohne Übertragung. Ein abgeschlossener Testlauf lässt sich übernehmen; Einträge lassen sich als JSON oder CSV exportieren, importieren (bis 1 MiB) und vollständig löschen. Die Einträge liegen unverschlüsselt im lokalen Speicher des Browsers: Wer Zugriff auf das Browserprofil hat, kann sie lesen.
Bleibt ein abgeschlossener Lauf später gelöscht, bleiben die übernommenen Einträge lesbar — der Lauf ist dann nicht mehr vorhanden, die Notiz schon.
Quellen & Belege (24 Quellen, 10 Kapitel)
- Q09 · Wikipedia-Autorinnen und -Autoren: Siderisches Pendel. Wikipedia, deutschsprachige Ausgabe
- Q51 · Irons, F. E.: Concerning the nonlinear behaviour of the forced spherical pendulum including the dowsing pendulum (1990). European Journal of Physics
- Q15 · Schellinger, U.; Anton, A.; Schetsche, M.: Zwischen Szientismus und Okkultismus. Grenzwissenschaftliche Experimente der deutschen Marine im Zweiten Weltkrieg (2010). Zeitschrift für Anomalistik
- Q40 · Hansen, George P.: Dowsing: A Review of Experimental Research (1982). Journal of the Society for Psychical Research
- Q39 · Foulkes, R. A.: Dowsing Experiments (1971). Nature
- Q13 · Süddeutsche Zeitung (Redaktion Wissen): Radiästhesie – Mit Pendel und Wünschelrute (o. J.). Süddeutsche.de, Ressort Wissen
- Q56 · Pickl, Karin Myria: Mit Rute und Pendel … Medizinische Radiästhesie-Diagnostik (MRD) (2009). Paracelsus – Naturheilpraxis – Psychologie – Tierheilkunde, Nr. 03/2009, S. 32-33 (PDF beim Heilpraktikerverband)
- Q52 · Easton, Randolph D.; Shor, Ronald E.: An Experimental Analysis of the Chevreul Pendulum Illusion (1976). The Journal of General Psychology
- Q54 · Montgomery, Guy H.; Kirsch, Irving: The Effects of Subject Arm Position and Initial Experience on Chevreul Pendulum Responses (1996). American Journal of Clinical Hypnosis
- Q12 · Psiram-Autorinnen und -Autoren: Bovis-Einheit. Psiram
- Q28 · Ernst, E.: Komplementärmedizinische Diagnoseverfahren (2005). Deutsches Ärzteblatt
- Q55 · Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP): Überraschung bei den Psi-Tests der GWUP (Biotensor-Test Emil Siebke) (2019). GWUP, Skeptiker-Artikel
- Q17 · Encyclopaedia Britannica (Redaktion): Dowsing. Encyclopaedia Britannica
- Q05 · Mayer, G.: Rutengehen – Wie ist der Forschungsstand? (2003). Gesellschaft für Anomalistik e.V., Studie des Monats
- Q65 · Wikipedia-Autorinnen und -Autoren (en): Radiesthesia. Wikipedia, englischsprachige Ausgabe
- Q03 · Cantergi, D.; Awasthi, B.; Friedman, J.: Moving objects by imagination? Amount of finger movement and pendulum length determine success in the Chevreul pendulum illusion (2021). Human Movement Science
- Q07 · Wikipedia-Autorinnen und -Autoren: Wünschelrute. Wikipedia, deutschsprachige Ausgabe
- Q53 · Moga, Gyorgy; Dienes, Zoltan Paul: Expressing unconscious general knowledge using Chevreul's pendulum (2022). American Journal of Clinical Hypnosis
- Q49 · Dodd, R. J.; Harris, J. W.; Humphries, C. M.; Reddish, V. C.: Towards a physics of dowsing: inverse effects in the northern and southern hemispheres (2002). Earth and Environmental Science Transactions of the Royal Society of Edinburgh
- Q50 · Reddish, V. C.: Dowsing physics: interferometry (1998). Earth and Environmental Science Transactions of the Royal Society of Edinburgh
- Q01 · U.S. Geological Survey, Water Science School: Water Dowsing (1977 / 2026). USGS Water Science School
- Q02 · Enright, J. T.: Water Dowsing: the Scheunen Experiments (1995). Naturwissenschaften
- Q44 · McCarney, R.; Fisher, P.; Spink, F.; Flint, G. E.; van Haselen, R.: Can Homeopaths Detect Homeopathic Medicines by Dowsing? A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Trial (2002). Journal of the Royal Society of Medicine
- Q47 · von Tscharner, Vinzenz; Nigg, Benno Maurus: The Repeatability of Dowsing Reactions when Searching for 'Active Sites'. Site Dependent Dowsing Reactions (2018). Пространство и Время (Space and Time)
Die Kennungen verweisen auf das Quellenverzeichnis. Jede Zeile nennt Herausgeber, Typ und Prüftiefe; die Stufen A–E stehen am Kapitel.